Verschiedene Typen von Eierstockszysten

Eierstockzysten können in nicht bösartgies Wachstum und bösartiges Wachstum eingeteilt werden. 

Alle folgenden Beispiele sind nicht bösartige Eierstockswucherungen oder Zysten. 

Eine Frau kann eines oder mehrere von ihnen entwickeln. 

  • Follikuläre Zysten: 

    Diese Form der einfachen Zyste entsteht, wenn keine Ovulation eintrifft oder wenn ein reifer Follikel involutiert (selbstständig kollabiert). 

    Diese Form der einfachen Zyste entsteht, wenn keine Ovulation eintrifft oder wenn ein reifer Follikel involutiert (selbstständig kollabiert). 

    Normalerweise bildet er sich zum Zeitpunkt des Eisprungs und kann auf einen Durchmesser von bis zu 5 cm anwachsen. 

    Die Ruptur dieses Zystentyps kann einen scharfen Schmerz auf der betroffenen Eierstocksseite hervorrufen, auf der die Zyste auftritt. Dieser scharfe Schmerz (manchmal als Mittelschmerz) bezeichnet) tritt in der Mitte des Menstruationszyklus auf, während des Eisprungs. 

    Ungefähr ein Viertel der Frauen mit dieser Form einer Zyste erleben Schmerzen. 

    Normalerweise erzeugen diese Zysten keine Symptome und verschwinden von alleine innerhalb einiger Monate. 

    Dieser Vorgang wird vom Arzt überwacht, um sicher zu gehen, dass sie verschwinden, wenn nicht muss er nach Behandlungsmöglichkeiten suchen. 
     

  • Corpus luteum Zysten: 

    Diese Form einer funktionllen Eierstockzyste tritt nach dem Freiwerden eines Eis aus einem Follikel auf. Nach diesem Ereignis wird aus dem Follikel ein Gelbkörper was allgemein als corpus luteum bekannt ist. 

    Tritt keine Schwangerschaft ein, so geht das Corpus luteum für gewöhnlich zugrunde und verschwindet. 

    Es kann sich jedoch auch mit Flüssigkeit oder Blut füllen und im Eierstock verbleiben. 

    Normalerweise befindet sich diese Zyste nur auf einer Seite und verursacht keine Symptome. 
     

  • Hämorrhagische Zysten: 

    Dieser Typ einer funktionellen Zyste tritt auf, wenn eine Zyste einblutet. 

    Symptome wie Bauchschmerzen auf einer Körperseite können bei diesem Zystentyp auftreten. 
     

  • Dermoid Zysten: 

    Dabei handel es sich um abnormale Zysten, die für gewöhnlich bei jüngeren Frauen auftreten und einen Durchmesser von bis zu 15 cm annehmen können. 

    Diese Zyste ähnelt in ihrer Zusammensetzung Hautgewebe und kann Fett und gelegentlich Knochen, Haare und Knorpel beinhalten. 

     

    Das Ultraschallbild dieses Zystentyps kann aufgrund des großen Inhaltsspektrums sehr variieren, aber eine Computertomographie und eine Kernspintomographie zeigen das Vorhandensein von Fett und dichten Verkalkungen. 

    Diese Zysten bezeichnet man auch als reife zystische Teratome. 

    Sie können sich auch drehen (ein Zustand, den man als Eierstockstorsion bezeichnet) und dann schwere Bauchschmerzen verursachen. 
     

  • Endometriose oder Endometriosezysten: 

    Diese Form einer Zyste bildet sich, wenn Gewebe des Endometriums (die muköse Membran, welche die innere Auskleidung der Gebärmutter darstellt) innerhalb der Eierstöcke wächst. 

    Sie betrifft Frauen während ihrer reproduktionsfähigen Jahre und kann chronische mit der Regel assoziierte Schmerzen im Bereich des Beckens verursachen. 

    Endometriose stellt das Vorhandensein von Drüsen und Gewebe außerhalb der Gebärmutter dar. 

    Frauen, die unter einer Endometriose leiden, können Fruchtbarkeitsprobleme haben, da sich 80% der Endometrioseherde im Bereich des Beckens in den Eierstöcken befinden (ein- oder beidseitig). 

    Diese Zysten, die oft mit dunklem, rötlich-braunem Blut gefüllt sind, können in der Größe zwischen 2- 20 ccm variieren und werden auch als SCHOCOLADENZYSTE bezeichnet, da die Flüssigkeit in der Zyste der Farbe von Schokolade ähnelt. 
     

  • Polyzystisch erscheinende Eierstöcke: 

    Die Diagnose polyzystische Eierstöcke basiert auf der deutlichen Größenzunahme- für gewöhnlich doppelt so groß wie normal- mit kleinen Zysten, die sich um den Eierstock herum darstellen. 

    Dieser Zustand kann sowohl bei “normalen” Frauen als auch bei Frauen mit endokrinen Störungen auftreten. 

    Um diesen Zustand zu visualisieren, nutzt man den Ultraschall. 

    Polyzystisch erscheinende Eierstöcke müssen von dem Polyzystischen ovariellen Syndrom unterschieden werden, bei welchem zusätzlich zu den Eierstockszysten auch noch andere Symptome vorliegen müssen. 

    Das polyzystische ovarielle Syndrom beinhaltet metabolische und kardiovaskuläre Risiken in Verbindung mit einer gestörten Insulinresistenz. Diese Risiken beinhalten auch eine erhöhte Glucosetoleranz, einen Typ-2-Diabetes und Bluthochdruck. 

    Das polyzystische ovarielle Syndrom geht auch mit Unfruchtbarkeit, abnormalen Blutungen, einem erhöhten Auftreten von Aborten und schwangerschaftsbedingten Komplikationen einher. 

    Das polyzystische ovarielle Syndrom betrifft 4- 7 % der Frauen im gebärfähigen Alter und geht mit einem erhhöhten Risiko für die Entwicklung eines Endometriumkarzinoms einher. 

    Man benötigt mehr Untersuchungen als nur einen Ultraschall für die Diagnose des polyzystischen ovariellen Syndroms.